Hnefatafl - Kongens Bord


Hnefatafl

Hnefataflbrettet

Innhold:

Innledning
Brettet
Sådan flytter brikkerne
Sådan fanges en brikk
Sådan vinnes Hnefatafl


Tafl emk örr at efla,
íþróttir kannk níu,
týnik trauðla rúnum,
tíð er mér bók ok smíðir.

Skríða kannk á skíðum,
skýtk ok ræ´k, svát nýtir,
hvárt tveggja kannk hyggja
harpslótt ok bragþóttu.

Jarl Rögnvaldr Kali Kolsson: Lausavísur (Orkn.34) oversettelse


Innledning

Det finnes mange skandinaviske kilder, til dømes de løse visene av Jarl Rögnvaldr Kali Kolsson, som nevner et Brettspill kalles "Tafl" eller "Hnefatafl". En Spill kalles "Tæfl" ha blitt kjent i Gammal-England. Man kan også finne en "Zabel" i middelhøytyske skrifter.
Først og fremst betyr henholdsvis "Tafl" og "Zabel" bare Brettspill. Etter inføring av sjakk og Backgammon ble det nødvendig å skille mellom skaktafl (tysk: Schachzabel...sjakk), kvátrutafl (tysk: Wurfzabel...Backgammon) og Hnefatafl. Det norrøne begrepet Hnefatafl bestar av den orddel "hnefa", som betyr (knytt-)neve, lukket hånd eller gjenstand holdes i hånden og tafl, som betyr bord eller brett. Det skandinaviske ordet "kniv", det engelske "knife" og de tyske ordene "Kneif/Kneip" (kort kniv) og "Knebel" står i slekt med den gammelnorsk "hnefa".  

Spilleregler

Taflborðið- Spillbrettet

Hnefatafl spilles oftest på et brett med 13x13 felter. Feltet i midten av Taflbrettet symboliserer Tronen. Kun kongen hår lov å trå på Tronen. I begynnelsen av taflspillet står kongen der. Kongens tolv forsvarer omringer henholdsvis kongen og tronen. De fire hjørnefelter forestiller de fluktborger av kongen. Også her hår kun kongen lov å flytte til de fluktborger. Denne fluktborger gjelder for begge sider som motstander-brikke. Det er viktig hvis en brikke skal fjernes, som står umiddelbart ved siden av en fluktborg.

Sådan flytter brikkerne

Det finnes bare to slags brikker i Hnefatafl. Først det er Kungen (norrønt:Hnefi, gammelengelsk: cyningstan), som er vanligvis større en de andre Taflbrikker. Taflmenn (gammelengelsk: tæfelstanas - ordrett: Taflsteiner).

En Byggeplass


und zum anderen die restlichen Taflmänner Im Königszabel werden wie im Schach zwei Seiten unterschieden. Auf der einen Seite, oder besser in der Mitte, steht der König mit seinen zwölf Verteidigern. Seine Gegner sind zwei Dutzend von außen angreifende Zabelmänner. Das Spiel ist also nicht vollständig ausgeglichen. Die angreifende Seite besitzt keinen König, ihr stehen statt dessen zweimal so viele Zabelmänner zur Verfügung.

Startoppstilling

Zu Beginn des Spieles befindet sich der König auf seinem Throne in der Mitte des Zabelbrettes. Seine zwölf Mannen stehen um ihn versammelt auf den umgebenden Spielfeldern. Acht seiner Verteidiger befinden sich auf den unmittelbar dem König benachbarten Feldern. Vor diesen steht in jeder "Himmelsrichtung" eine Vorhut. Die Angreifer sind in vier Sechsergruppen aufgeteilt, die sich wie ein T mit einer Ein-Mann-Vorhut vor fünf Mannen an jeder Kante des Spielfeldes befinden.

Ausgangstellung

Startoppstilling

Spielziel:

Ziel der Verteidiger ist es, die Flucht des Königs auf eines der Eckfelder (Burgen) zu ermöglichen. Das Spielziel der Angreifer ist zunächst die Verhinderung dieser Flucht. Hierzu sollten zuerst alle Burgen besetzt bzw. belagert werden (Bild 3). Darüber hinaus sollte der König gefangen genommen werden.

Die Eckfelder absichern!

Bild 3. Sichern der Fluchtburgen

Bewegen der Zabelsteine

-Alle Zabelsteine ziehen wie der Turm im Schach nur in lotrechter und waagerechter Richtung. Hierbei kann also eine beliebige Anzahl freier Spielfelder zurückgelegt werden.
-Ein Ziehen in schräger Richtung oder ein Überspringen eigener oder gegnerischer Spielsteine ist nicht zugelassen.
-Jeder Spielzug muß auf einem freien Spielfeld enden.
-Der erste Spielzug wird immer von den Angreifern ausgeführt.
-Es herrscht Zugzwang, d.h. in jeder Spielrunde muß ein Spielzug ausgeführt werden.

Sådan fanges en brikk

Das Schlagen bzw. die "Gefangennahme" gegnerischer Zabelmänner erfolgt indem ein Spielstein von zwei feindlichen Zabelmannen in die "Mangel" genommen wird, d.h. die drei Zabelsteine befinden sich in einer Reihe. Dies ist sowohl in waagerechter als auch in lotrechter Richtung möglich. In schräger Richtung findet keine Gefangennahme statt. Hier gibt es einige Besonderheiten zu beachten:


Einfaches schlagen eines Spielsteines

Einfaches schlagen eines Spielsteines durch den K�ig

Einfaches Schlagen eines Zabelsteines

Das Schlagen eines Spielsteines erfolgt durch "Gefangennahme zwischen zwei gegnerischen Zabelsteinen, wenn diese in waagerechter oder lotrechter Richtung unmitttelbar neben dem entsprechenden Spielstein gezogen wurden.



Schlagen eines Zabelsteines durch den König

Auch dem König ist es erlaubt, in solcher Weise gegnerische Spielsteine gefangenzunehmen bzw. zu schlagen.

Weiss zieht zwischen zwei Steine

Sicheres Ziehen zwischen zwei Gegner

Wird allerdings ein Zabelstein zwischen zwei gegnerische Zabelsteine gezogen, gilt dies nicht als Gefangennahme. Im Gegenteil, der Gegner muß sogar einen Zug mehr zum Freigeben des Spielfeldes aufwenden, um diesen Stein schlagen zu können.

Eckschlag von Schwarz

Eckschlag von Weiss





Schlagen an einer Eckburg

Die Fluchtburgen gelten sowohl für Weiß als auch für Schwarz als gegnerische Spielsteine. Um also einen Gegner unmittelbar neben einer solchen Eckburg zu schlagen, benötigt man nur einen Spielstein.

Schlag von zwei Steinen gleichzeitig

Zweifachschlag

Bei entsprechender Stellung im Spiel ist es auch möglich mit einem Zuge zwei gegnerische Zabelsteine zu schlagen.

Schlag von zwei Steinen gleichzeitig an einer Eckburg

Zweifachschlag an einer Fluchtburg

Auch unter Ausnutzung einer Eckburg, die wie gesagt für beide Spieler als gegnerischer Spielstein zählt, ist ein Zweifachschlag möglich.

Weiss schl�t drei Steine in einem Zug

Dreifachschlag

Sogar das gleichzeitige Schlagen von drei Spielsteinen ist durchaus möglich.

Geschlagene Spielsteine werden im Anschluß vom Brett entfernt. Ein Schlagzwang besteht nicht.


Gewinnen des Spiels

Das Spiel gilt als gewonnen, wenn der König gefangengenommen wurde oder wenn ihm die Flucht auf eine der Burgen gelungen ist.


Gefangennahme des Königs durch vier Gegner

Gevinst ved Gefangennahme des Königs

Der König wird auf dem Throne oder auf jedem anderen gewöhnlichen Spielfeld durch vier gegnerische Zabelsteine gefangengenommen.

Gefangennahme des Königs durch drei Gegner



Befindet sich der König auf einem dem Throne in waagerechter oder lotrechter Richtung benachbarten Feld, genügen drei gegnerische Spielsteine, um den König zu stellen.

Gefangennahme des Königs durch drei Gegner an der Spielfeldkante



Auch am Rande des Zabelbrettes ist eine Gefangennahme des Königs mit drei schwarzen Steinen möglich.

Gefangennahme des Königs durch viele Gegner

Gevinst ved Zweifachschlag:
Versucht ein Manne des Königs, die Flanke seines Herren zu decken und ihn so vor dem Schlagen zu retten, dann ist aufgrund der gleichzeitigen Gültigkeit des Zweifachschlaggesetzes dennoch eine Gefangennahme des Königs möglich, wenn auch der zweite Spielstein von gegnerischen Zabelsteinen umstellt ist.



Gewinn durch Erreichen einer Fluchtburg

Gevinst ved kongeflukt

Kongen og hans hirdmenn vinner dersom kongen klarer å ta seg fram til en av de fluktborger i de fire hjørnefeltene. Før kongen kan flyttes til en av hjørnefeltene, skal man varsle dette med å si "Raichi!". Kan kongen flyttes til to av hjørnefeltene, skal man varsle dette med å si "Tuichi!".

Das Schildwallgesetz

Das Schildwallgesetz besteht in der gleichzeitigen Anwendung des Zweifachschlages und der Gefangennahme des Königs am Spielfeldrande auf die einfachen Zabelmänner. Mit dem Schildwallgesetz soll verhindert werden, daß sich eine Seite, insbesondere die Angreifer, am Rande des Zabelbrettes in Sicherheit ausruht.
Wenn also mehrere Zabelsteine einer Farbe an einer Kante des Zabelbrettes nebeneinander stehen und sich vor jedem dieser Steine ein gegnerischer Zabelmann befindet, dann ist es möglich, durch Flankieren der gegnerischen Zabelsteine, die gesamte Reihe mit einem Male zu schlagen.
Im Gegensatz zu den bislang aufgeführten Arten des "Gefangennehmens" gelten hier die Fluchtburgen NICHT als Ersatzspielsteine.

Schlagen nach dem Schildwallgesetz

Schlagen nach dem Schildwallgesetz

Befindet sich vor einer Reihe von Zabelmannen am Spielfeldrande eine gleich große Kette von gegnerischen Zabelsteinen so kann durch folgliches Einklammern dieser Reihe mit einem Male die gesamte Gruppe geschlagen werden.

Kein Schlagen nach dem Schildwallgesetz

Kein Schlag


Nach dem Schildwallgesetz kann NICHT neben den Eckburgen geschlagen werden.
Auf diese Weise kann nur der König gefangengenommen werden (vgl. oben).

Das Schildwallgesetz kommt im Spiel nur selten zur Anwendung. Vielmehr verleiht es die Möglichkeit, Aufreihungen von gegnerischen Zabelmannen an den Spielfeldkanten durch Bildung einer Kette aus eigenen Zabelsteinen aufzulösen, da der Mitspieler den gleichzeitigen Verlust mehrerer seiner Spielsteine vermeiden möchte.
Diese gegenüberstehenden Reihen von Zabelmannen erinnern an einen Schildwall, nach dem dieses Gesetz benannt wurde.


Húnnen


Verschieden Funde und einige Sagas belegen, daß Hnefatafl auch unter Verwendung eines Würfels gespielt wurde. In der Wikingerzeit gab es drei Bezeichnungen für Würfel: "verpill" (vgl. dtsch. Würfel), "tenningr" (vgl. norw. terning) und húnn. Verpill und tenningr sind Begriffe für den üblichen sechseitigen "Mensch-ärgere-dich-nicht-Würfel. Húnn bezeichnet ein vierkantiges Stück Walfleisch, ein vierkantiges Holz, den Hnefi im Hnefatafl oder auch die einfachen Zabelmänner oder ein Bärenjunges. Der Húnn oder auch Hun ist ein vierseitiger Würfel mit den Augen X, I, II und III bzw. 0, 1, 2 und 3. Der Húnn bestimmt die höchstmögliche Anzahl an Spielfeldern, die der König/Hnefi ziehen darf. Der Spieler muß also bevor er würfelt ansagen, daß er den König bewegen möchte.


Hunn

Bild 20. Ein Húnn

Leitseite

Viel Spaß beim Zabeln!



Inhalt

Kildehenvisning:

1. Bell, R.C., "Board and Table Games from Many Civilizations" - Volume 1 & 2, Dover Publications Inc. New York, 1979

2. Murray, H.J.R., "A History of Board-Games other than Chess", Oxford University Press, 1951

3. Murray, H.J.R., "A History of Chess", Oxford University Press, 1913